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21.02.2009
Uwe Roland: „Ich kann es schaffen“
CDU Doberlug-Kirchhain hat Uwe Roland zum Bürgermeisterkandidat nominiert

Seit Donnerstagabend klopft Uwe Roland ganz offiziell an die Rathaustür von Doberlug-Kirchhain. Der CDU-Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete will dem amtierenden Stadtoberhaupt Bodo Broszinski (FDP) den Bürgermeisterstuhl streitig machen. Die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes gaben Roland für dieses Vorhaben grünes Licht.

Der CDU-Stadtverband Doberlug-Kirchhain hat bei einer Gesamtmitgliederversammlung wohl eine der wichtigsten Entscheidungen in diesem Superwahljahr getroffen. Er schickt Uwe Roland (45) in den Bürgermeisterwahlkampf. Nur zwölf Mitglieder von insgesamt 45 hatten sich im Hotel Rose eingefunden, um unter anderem darüber zu befinden. Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung wählten sie den Werenzhainer Ortsbürgermeister in diese neue Rolle und folgten dem Vorstand, der am 9. Februar einstimmig dafür stimmte (die RUNDSCHAU berichtete). Einen weiteren Vorschlag gab es nicht.

Vor der Abstimmung umriss Roland vor seinen Parteifreunden seinen beruflichen wie politischen Werdegang und erklärte, warum er Bürgermeister werden will. Der Entschluss sei in den vergangenen zwei Jahren gereift, weil er etwas bewegen wolle in der Stadt und ihren Ortsteilen. Zugleich habe es „Situationen gegeben“, die ihm „dazu einen Grund gaben“. Als Erstes nannte er die Schließung der Lausitz-Kaserne. „Ich habe damals nicht konsequent genug gekämpft. Wir hätten dagegen auf die Straße gehen sollen, aber es hieß: Ruhe bewahren und erst mal sehen, was danach kommt. Das war falsch“, so Roland heute. Die Sanierung des Doberluger Schlosses hinterfragt Roland kritisch: „2,2 Millionen Euro sind jetzt wieder ins Schloss geflossen, wie Ministerin Wanka mir heute erklärte. Wir müssen ehrlich mit diesem Geld umgehen und klären, was wird investiert, was kommt an Kosten auf uns zu.“ Dass bei jüngsten Auftragsvergaben durch die Stadtverordneten ansässige Firmen nicht berücksichtigt werden konnten, lastete er der Stadtverwaltung an. So benannte er als eine seiner Visionen den wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt, der mit einem Wirtschaftsfachmann im Rathaus und finanziellem Entgegenkommen Investoren gegenüber bei Steuern und Grundstücksanschlüssen seiner Meinung nach machbar sei. Seine heftige Kritik an den Plänen für eine Skateranlage in der Stadt, die Bodo Broszinski mit der aktuellen Haushaltsdebatte zum Thema macht, nahm er später teilweise zurück. Nicht zuletzt, weil seine Parteifreunde Fritz Gäbler und René Stolpe diese Idee nicht von vornherein ablehnten. Roland daraufhin: „Wenn die Jugendkoordinatorin der Stadt dafür einen Bedarf nachweisen kann, bin ich auch für einen Skaterpark.“ Sebastian Rudolph hingegen erklärte, „der Abzug der Bundeswehr ist gegessen und gehört nicht mehr auf die Top-Liste“.

Mehrere CDU-Mitglieder betonten nach der Abstimmung, dass Uwe Roland jede Unterstützung für einen erfolgreichen Wahlkampf brauche. Der aber gab sich optimistisch: „Ich kann es schaffen!“


aktualisiert von Bernd Heinke, 05.11.2009, 19:05 Uhr