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16.06.2008, 15:14 Uhr
Beim Besuch in der Ohmstadt erneuern Städte ihre Partnerschaft
Delegation aus Doberlug-Kirchhain weilte drei Tage lang in Kirchhain

Kirchhain. Die Partnerschaft zwischen Doberlug-Kirchhain in Brandenburg und Kirchhain wurde in diesem Jahr neu besiegelt.
„ Wir haben inzwischen Freundschaft geschlossen. Das ist ein Fundament auf das wir bauen können“, beschrieb der Kirchhainer Bürgermeister Jochen Kirchner die Städtepartnerschaft. Seit dem 4. September 1993 ist die Ohmstadt Partnerstadt der Gemeinde Doberlug-Kirchhain. Damals besiegelten die beiden Bürgermeister Manfred Berl und Klaus Hesse, sowie die Stadtverordnetenvorsteher Arno Wolf und Klaus Weber die Partnerschaft.
Bedingt durch die gemeinsame Schreibweise der beiden Kirchhains hatten die Städte nach der Wende miteinander Kontakt aufgenommen. Doch „ die Unterschrift auf der Urkunde sind verblasst. Deshalb wird sie erneuert“, ergänzte Kirchner und überreichte Bodo Broszinski, dem Bürgermeister der Doberluger, eine neue Urkunde.
Broszinski sprach in seiner Rede von einem „ emotionalen Moment“ und würdigte ebenfalls die positive Entwicklung der vergangenen 15 Jahre: „ Die Stadt Kirchhain ist charmanter geworden. Die Gespräche mit den Bürgern herzlicher- man könnte sagen vertrauter.“ Und obwohl beide Kirchhain’s beschlossen hatten, sich „ das Schenken zu schenken“, überreichte Broszinski ein Wappen an Jochen Kirchner. Darauf waren das Rathaus und das Schloss von Doberlug-Kirchhain abgebildet. Mitgebracht hatte Broszinski ebenfalls rund 40 Doberlug-Kirchhainer und 25 Mitglieder der weiteren Doberluger Partnerschaft Hemer. Die Beziehung der Städte untereinander umschrieb Broszinski scherzhaft als einen „ flotten Dreier“.
Beide Delegationen, die bereits am Freitag anreisten, genossen ein umfangreiches Programm. So besuchten sie die Marburger Tapetenfabrik, besichtigten Amöneburg und zwei Handballmannschaften spielten in einem Freundschaftsspiel gegeneinander: Obwohl die Gäste in der Unterzahl waren, gewannen sie trotzdem mit einem Vorsprung von drei Toren. „ Wir haben nette Gastgeber. Sie haben uns gewinnen lassen“, scherzte ein Mitglied der Doberlug-Kirchhainer Handballmannschaft.

Theaterbesuch kommt gut an

Nach den offiziellen Reden besuchten Gastgeber und Gäste die erfolgreiche Aufführung „ Nachtschwärmer-ein Stück zum Wandern und Wundern“( die OP berichtete), das der Kurs „darstellendes Spiel“ der Alfred-Wegner-Schule unter der Leitung von Silke Trux noch einmal extra für die Gäste aufführte. Durch die Besonderheit der Darbietung und die aufwändig gestaltete Dekoration sprachen manche Gäste von einem „ Höhepunkt“ des Programms.
Gestern traten die Besucher aus der Partnerstadt, nach einem Gottesdienst und einer Stadtführung, die Heimreise nach Brandenburg an. Lange müssen sie jedoch nicht auf einen Gegenbesuch warten: Um die Freundschaft weiter zu festigen, wird eine Delegation, anlässlich der 775 Jahrfeier, im nächsten Jahr nach Doberlug-Kirchhain reisen.
aktualisiert von Boxhorn Thomas, 23.12.2008, 14:56 Uhr